Finde für ALLE Sachen einen FESTEN und SINNVOLLEN Platz

Aktualisiert: 20. Apr.

Die für mich wichtigste Regel nach dem Ausmisten ist, dass man beim Ordnung schaffen für wirklich JEDE Sache einen festen Platz findet. Und an diesen festen Platz werden die Sachen bestenfalls direkt nach der Benutzung oder im Zuge einer Aufräumroutine zurück geräumt.





Dabei empfehle ich darauf zu achten, dass....


  1. ausnahmslos ALLE Sachen einen festen Platz bekommen.

  2. der Platz dafür SINNVOLL dafür ist.

  3. es sich um einen wirklich "FESTEN" Platz handelt.

  4. alle Personen im Haushalt damit zufrieden sind.

  5. Sachen gleicher Art zusammen aufbewahrt werden.

  6. Du es anschließend auf Dich wirken lässt.


Wenn Du mit diesem Wissen Ordnung schaffst, profitierst Du von den nachfolgenden Vorteilen:


  • Nichts liegt mehr einfach nur so herum.

  • Sachen verschwinden nicht einfach mehr so in Ecken, Schränken oder Schubladen, weil es ein Ordnungssystem gibt.

  • Du sparst Dir lästiges Suchen.

  • Alle Personen im Haushalt wissen, wo die Sachen nach der Benutzung wieder hinkommen und sie sind damit zufrieden.

  • Du sparst Zeit beim Aufräumen, denn das Wegräumen wird zur Routine.

  • Die Aufbewahrung nach Kategorien und Räumen gibt einen klaren Überblick.

  • Du sparst Geld (keine Doppelkäufe, keine unnützen Ordnungshelfer).



1. Mit ausnahmslos ALLE Sachen meine ich z. B. auch Platz für:


  • zu reparierende Sachen.

  • unbeendete/offene Projekte.

  • für Post/Briefe.

  • für fremde Sachen, die man sich geliehen hat oder die jemand bei Dir Zuhause vergessen hat.

  • für Mülltrennung.

  • für Geschenke, die man erst später verschenken möchte (z. B. bei Kindern).

  • für ausgemistete Sachen, die noch weggeschafft/verkauft werden müssen.

  • für saisonale Dinge (Winterkleidung, Urlaub...)

  • Fällt Dir vielleicht noch was ein?


2. Um einen sinnvollen Platz zu finden, stell Dir die nachfolgenden Fragen:


Wofür benötige ich diese Sache? Unterteile deine Räume in Zonen und entscheide, was wo gemacht wird. Berücksichtige kleine Wege, damit die Sachen leicht und schnell hervorgeholt, aber auch wieder zurück gebracht werden können. So macht es zum Beispiel mehr Sinn die Gewürze zum Kochen in der Nähe Deines Herdes aufzubewahren, als am anderen Ende Deiner Küche.


Wie oft brauche ich diese Sache? Wenn Du sie häufig benutzt, dann sollte sie möglichst schnell und einfach hervorzuholen sein. Also sollte zum Beispiel der benötigte Topf oder die Servierplatte nicht unter oder hinter mehreren anderen Sachen aufbewahrt werden. Benötigst Du die Sache hingegen seltener, könnte die Sache auch weiter oben oder unten/hinten in einen Schrank. Hier ist jedoch wichtig, dass man diese Sachen nicht "aus den Augen verliert".


Wo benötige ich die Sache? Macht es Sinn für Dich einige Dinge an mehreren Orten aufzubewahren? Ich persönlich empfehle die Aufbewahrung Deiner Sachen möglichst gebündelt nach Kategorien, z. B. Lebensmittel, Backutensilien, Bastelsachen, Dokumente usw.. Bei manchen Sachen kann es jedoch durchaus Sinn machen, dass sie an mehreren Stellen aufbewahrt werden, um sich lästiges Hin- und Herlaufen zu ersparen. Das ist bei mir zum Beispiel mit Putzutensilien der Fall. Die bewahre ich z.B. sowohl in der Küche als auch im Badezimmer auf, weil ich so auch mal eben schnell putzen kann.


Was für eine Bedeutung hat die Sache für mich? Wenn es um Lieblingsstücke (z. B. auch Erinnerungen) geht, würde ich sie gerne regelmäßig betrachten können und daher find ich es schön, wenn solche Sachen einen besonderen Platz bekommen und dadurch in Szene gesetzt werden.



3. Mit einem "FESTEN" Platz meine ich, dass jeder im Haushalt weiß, wo man die Sache findet (in welchem Schrank oder welcher Schublade) und sie nach der Benutzung wieder hinkommt. So spart man sich lästiges Suchen und sogar Doppelkäufe werden vermieden. Wichtig ist jedoch, dass jede Person im Haushalt darauf achtet, die Sache möglichst sofort nach der Benutzung wieder zu ihrem festen Platz zurück zu bringen.



4. Alle Personen im Haushalt sollten mit der Aufbewahrung der Sachen zufrieden sein. Somit sollte bei gemeinsam genutzten Sachen auch gemeinsam entschieden werden, an welchem Ort eine sinnvolle Aufbewahrung möglich ist. Und die Aufbewahrung sollte auch so gestaltet sein, dass auch kleine Kinder entweder gut dran kommen (z. B. an die eigene Kleidung) oder besser nicht dran kommen (z. B. Medikamente, Putzsachen). Wenn in einem gemeinsam genutzten Raum auch von jedem Familienmitglied eigene persönliche Sachen sind, empfehle ich die Aufbewahrung getrennt nach Eigentum. So haben mein Mann und ich in der gemeinsam genutzten Wohnküche (Küche, Ess- und Wohnzimmer sind in einem großen Raum zusammengefasst) jeweils eine eigene Schublade für unsere privaten Sachen. Auch unser Sohn hat dort seinen eigenen festen Platz (Schrank und davor der Spielteppich) für seine Spielsachen und Bücher.



5. Sachen nach der gleichen Art bzw. derselben Kategorie zusammen auf zu bewahren macht deshalb Sinn für mich, weil ich mir dann besser merken kann, wo ich diese Sachen habe und ich habe des Weiteren einen Überblick, wieviel ich davon habe.



6. Und anschließend lass es auf Dich wirken. Es ist normal, wenn Dinge nach einiger Zeit auch wieder umziehen und einen anderen Platz bekommen. Manchmal erkennt man einen praktischen Platz erst nach der Benutzung und praktischen Anwendung. Aus diesem Grund finde ich es wichtig, Ordnungshelfer erst nach einer bestimmten Zeit zu besorgen/kaufen, denn es kann sein, dass die optimale Ordnung erst nach mehrmaligem Umräumen und Ausprobieren entsteht.



Leg los! Welche Sachen haben bei Dir noch keinen festen Platz? Mach daraus ein Ausmist-Projekt. Schnapp Dir einen Korb (am besten je Raum) und sammele alle "obdachlosen" Sachen ein. Bringe die Sachen (oder den Korb) jeweils in die Räume, wo Du sie nutzt. Wenn Dir dabei etwas in die Hände fällt, dass Du gar nicht mehr brauchst, kannst Du es sofort in die "Loslassen-Kiste" oder direkt in den Müll tun. Erst wenn Du die Sachen brauchst, holst Du sie aus dem jeweiligen Korb raus und gibst ihm nach der Benutzung einen festen Platz. Wenn Du noch einer gewissen Zeit immer noch Sachen in Deinen Körben hast, kannst Du Dir überlegen, ob Du sie nicht auch loslassen kannst, weil Du sie ja gar nicht gebraucht hast.


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